In unserer Zeit werden Werte und Normen selbst definiert und heiß diskutiert. Es gibt nicht mehr "das richtige Erziehungsverhalten" wie vor 50 Jahren, es gibt nicht mehr "das richtige Konzept", das den Kindern zu künftigem Erfolg verhilft, es gibt nicht mehr "das Lehrbuch", das einem sagt, wie man es richtig oder falsch macht. Jede Entscheidung muss hinterfragt werden, jeder Schritt hat Auswirkungen auf 80 Jahre Lebensspanne, jede Begegnung kann schiefgehen, uvm. Eltern haben neben dem Erwerbsjob und ihrer Beziehungsarbeit noch eine perfekte Kindererziehung zu leisten, dies jedoch ohne konkrete Anleitung und mit weit mehr Vorwürfen als Lobesgesängen. Ratschläge kommen ungefragt, Kritik auch.
Wir stellen Ihnen die aktuellen Entwicklungen der Erziehungsforschung vor und zeigen die Stolperfallen, aber auch die Sonnenstunden in Ihrer Beziehung zum Kind auf, dies in sieben Themenkreisen:
Weitere Themenfelder umfassen Entwicklungsstörungen und individuelle Fördermöglichkeiten z.B. bei neurodiversen Herausforderungen (Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS, Autismus).
So sehr uns das Elterndasein beglückt, so sehr fordert es uns auch!
Von Zeugung über Schwangerschaft und Geburt hin zu ersten Lautäußerungen und der Aufnahme von Nahrungsmitteln unterliegt das Leben des Babys schon mannigfachen Herausforderungen. Die Kontrolle der Ausscheidungen und der aufrechte Gang sind weitere Kapitel unserer Entwicklung, die ebenso Glücksmomente wie Problemstellungen bereithalten. Dass dabei auch die Partnerschaft nicht auf der Strecke bleiben soll und am Arbeitsplatz keine emotionalen Ausbrüche gewünscht sind, ist - nach Meinung der anderen - selbstverständlich.
Reden wir darüber, wie man all dies unter einen Hut bringt und dennoch noch Mensch bleibt, denn allem voran braucht ein Kind Menschen um sich, die mit sich selbst zufrieden sind und Stolz auf die Entwicklungen des Kindes ausdrücken können.
Und - Elternsein endet nicht mit dem Schuleintritt. Je älter das Kind, desto größer oft die Herausforderungen! (Auch) Pubertät, Berufsbildung und "falsche Freund*innen" sind Problemstellungen, die viel Erfahrung und damit einen intensiven Austausch erfordern, damit alle Parteien gesund aus dieser Zeit hervorgehen und die Perspektiven für das spätere Leben positiv bleiben/werden.
Zudem gibt es immer wieder herausfordernde Kontakte zu Bildungseinrichtungen, Jugendhilfe und Gericht, bei denen die Begleitung durch eine Vertrauensperson gewünscht wird. Dass auch zwischen Partner*innen manchmal ein mediatives Gespräch die Wogen glätten helfen kann, ist ein weiteres Einsatzgebiet der Elternberatung.
Kinder leider unter einer Trennung ihrer Bezugspersonen - immer! Denn Mutter und Vater sind nicht nur Personen, sondern auch Symbole, die seit den Vorlesegeschichten des Kindergartens mit speziellen Rollenbildern besetzt sind.
Insbesondere kleinere Kinder verstehen oft noch nicht, was passiert, wenn "Mama und Papa streiten". Mit ihrem egozentrischen Weltbild beziehen sie die Schuld für den Streit dann meist auf sich, sodass sie in einer zerrütteten Welt leben, die sie nicht beeinflussen können, an der sie sich aber schuldig fühlen.
Kinder in Trennungssituationen aufzufangen ist oberstes Gebot für alle Eltern. Ein sensibler Umgang mit dem Thema, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und positive Kommunikation helfen den Kindern dabei, die Situation zu bewältigen.
